Freitag, 3. März 2017
Samstag, 7. Januar 2017
Neujahrszeremonie im Meditationszentrum "Dharma-Lichtung"
Am 3. Januar 2017 fand die erste Zeremonie in der neu eingeweihten Meditationshalle "Leuchtende Stille" in Finsterwalde statt. Wir waren sehr erfreut, dass so viele Freunde des Zentrums gekommen sind, um mit ihrer Präsenz die Neujahrszeremonie zu unterstützen. Auf diese Weise konnten wir eine starke kollektive Energie der Achtsamkeit und der Konzentration beim Chanten generieren. Das Neujahrsgebet wurde in drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Vietnamesisch) gelesen. Damit haben wir das neue Jahr willkommen geheißen, und zugleich konnten wir Leiden aus dem alten Jahr transformieren. Danach waren wir eingeladen, im Stillen unsere Wünsche für das neue Jahr zu formulieren und diese anschließend mit dem Verbrennen der Gebetstexte in das Universum zu schicken. Im Anschluss an die Zeremonie haben wir den Abend mit Liedern und freudigen Gesprächen ausklingen lassen.
Text des Neujahrsgebets:
Einweihung der Meditationshalle im Meditationszentrum "Dharma-Lichtung" (Finsterwalde)
Samstag, 5. November 2016
Sehnsucht nach Ruhe und Frieden.
Der in buddhistischen Kreisen bekannte Dharma-Lehrer Thay Phap Nat war
im Finsterwalder Umland zu Gast. Seine Seminare rund um Meditation und
Weltanschauung sind äußerst interessant und gefragt. Maria Erdmann
schreibt dazu:
"Breathing in I see myself as a flower". Wenn ich einatme, sehe ich mich selbst als eine Blume. Mit diesen Worten und dem Klang einer Glocke begann Thay Phap Nat sein Seminar zur Einführung in die Welt der Meditation. Die Räume des Finsterwalder Logenhauses in der Kirchhainer Straße boten dafür ein passendes Ambiente. Am Tag zuvor war Thay Phap Nhat schon am Sängerstadt-Gymnasium Finsterwalde und an der BTU Cottbus-Senftenberg zu Gast. Seine Ausführungen zur Meditation und zum Leben an sich brachten nicht nur die Studenten, sondern schon die Schüler zum Nachdenken und so kam es, dass der buddhistische Mönch "Löcher in den Bauch gefragt" wurde. Bei der Meditation sollen Körper und Geist eins werden. Dass das in unserem zumeist hektischen Alltag gar nicht so einfach möglich ist, konnten auch die Kursteilnehmer spüren. Für alle war es eine wahnsinnig spannende Erfahrung, bei der Gehmeditation durch das Gras zu wandern und ganz bewusst den Kontakt zwischen Fuß und Boden zu spüren. Oder auch beim gemeinsamen Essen 15 Minuten die Konzentration auf die Nahrungsaufnahme zu legen. Dinge, die im täglichen Leben oft untergehen, wurden aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet. Und vielleicht können die Worte, die der Dharma-Lehrer mit auf den Weg gab, den ein oder anderen Tag der Menschen doch ein wenig friedlicher machen.
"Breathing in I see myself as a flower". Wenn ich einatme, sehe ich mich selbst als eine Blume. Mit diesen Worten und dem Klang einer Glocke begann Thay Phap Nat sein Seminar zur Einführung in die Welt der Meditation. Die Räume des Finsterwalder Logenhauses in der Kirchhainer Straße boten dafür ein passendes Ambiente. Am Tag zuvor war Thay Phap Nhat schon am Sängerstadt-Gymnasium Finsterwalde und an der BTU Cottbus-Senftenberg zu Gast. Seine Ausführungen zur Meditation und zum Leben an sich brachten nicht nur die Studenten, sondern schon die Schüler zum Nachdenken und so kam es, dass der buddhistische Mönch "Löcher in den Bauch gefragt" wurde. Bei der Meditation sollen Körper und Geist eins werden. Dass das in unserem zumeist hektischen Alltag gar nicht so einfach möglich ist, konnten auch die Kursteilnehmer spüren. Für alle war es eine wahnsinnig spannende Erfahrung, bei der Gehmeditation durch das Gras zu wandern und ganz bewusst den Kontakt zwischen Fuß und Boden zu spüren. Oder auch beim gemeinsamen Essen 15 Minuten die Konzentration auf die Nahrungsaufnahme zu legen. Dinge, die im täglichen Leben oft untergehen, wurden aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet. Und vielleicht können die Worte, die der Dharma-Lehrer mit auf den Weg gab, den ein oder anderen Tag der Menschen doch ein wenig friedlicher machen.
Montag, 10. Oktober 2016
Liebe dich selbst und lerne, dich um deine Emotionen zu kümmern - Thay Phap Nhat
Wenn wir nicht wissen, wie wir uns
selbst lieben und gut für uns selber sorgen können, wie wir uns
selbst tief verstehen können, dann wird es schwierig für uns sein,
andere Menschen zu lieben. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir
lernen zu uns selbst zurückzukehren. Zunächst einmal müssen wir
wirklich da sein für uns selbst. Oftmals sind wir nicht da für uns
selbst, wir arbeiten sehr hart, und wir haben nicht viel Zeit für
uns selbst. Wir müssen Geld verdienen, unsere Kinder großziehen,
und es gibt viele Dinge, um die wir uns Sorgen machen. Wir vergessen
sogar, dass wir einen Körper haben. Deshalb müssen wir für unseren
Körper da sein. Wir können das erste Mantra aus Plum Village
benutzen: „Ich bin hier für dich.“ In den meisten Traditionen,
z. B. im tibetischen Buddhismus, sind Mantras heilige Wörter in
einer fremden Sprache, die wir nicht verstehen. In Plum Village
setzen wir die Tradition der Mantras fort, aber hier benutzen wir
unsere eigene Sprache, sodass wir die Wörter verstehen können. Das
erste Mantra lautet also: „Liebling, ich bin hier für dich.“
Zunächst einmal sind wir hier für uns selbst. Wir müssen lernen,
wie wir uns entspannen können. Wenn wir starke Emotionen haben, wie
z. B. Wut oder Angst, dann kann dies unseren Körper krank machen.
Deshalb brauchen wir eine Technik, mit deren Hilfe wir unsere starken
Emotionen beruhigen können. Wenn wir wütend sind, dann haben wir
die Tendenz sofort sprechen zu wollen und unserem Ärger Ausdruck zu
verschaffen. Wir wollen sofort reagieren. In der Vergangenheit haben
wir viele Male genau das getan. Später bereuen wir oft, was wir
gesagt haben, und wir wünschen uns, wir hätten es nicht getan. Aber
dann ist es schon zu spät. Wir nehmen uns vor, beim nächsten Mal
nicht wieder so zu reagieren. Aber die Energie der Wut ist so stark,
dass sie uns wieder dazu bringt, etwas Unfreundliches zu sagen. Wir
selber leiden darunter, und auch die Menschen um uns herum leiden
darunter.
Mittwoch, 7. September 2016
Tiefe Liebe und Wahre Liebe - Thay Phap Nhat
| Bettina F. / pixelio.de |
Unsere Vorstellungen von der Liebe
lassen sich zwei unterschiedlichen Kategorien zuordnen. Es gibt eine
Liebe, die über Geburt und Tod hinausgeht. Gott z. B. kann niemals
sterben. Auch die Essenz des Seins wird niemals sterben. Schönheit
hingegen kann vergehen. Wo Glück ist, gibt es auch Leiden. Vertrauen
ist unbeständig; es kann sein, dass wir einer Person heute
vertrauen, ihr aber morgen nicht mehr vertrauen. Wenn ich
zufriedengestellt bin, genug von einer Sache habe, will ich vielleicht
nach kurzer Zeit noch mehr davon haben.
Es gibt zwei Kategorien der Liebe. Wir
können diese beiden Arten der Liebe „tiefe Liebe“ und „wahre
Liebe“ nennen. Die tiefe Liebe kann wachsen, sie kann noch tiefer
werden. Die wahre Liebe ist bereits da. Gott ist bereits da. Die
Essenz unseres Seins ist bereits da. Wenn wir ein- und ausatmen, dann
atmen alle Bäume mit uns, das ganze Universum atmet mit uns. Wir
sind bereits in einem Fluss.
Um zu der wahren Liebe zu gelangen,
müssen wir zuerst die tiefe Liebe kultivieren. Ich möchte ein
Beispiel zu der tiefen Liebe erläutern. Wir haben in unserem Leben
Beziehungen zu anderen Menschen, etwa zu unseren Freunden, zu unserem
Ehemann oder zu unserer Ehefrau. Wir sprechen hier über alle
Beziehungen unseres täglichen Lebens. Die Liebe, die in diesen
Beziehungen vorkommt, bedarf einer Kultivierung. Wir müssen diese
Liebe pflegen und sich entwickeln lassen. In der wahren Liebe ist es
anders. Dies ist die Liebe, die wir zu Gott empfinden. Wir fließen
mit dem Fluss des Lebens. In dieser Liebe verweilen wir in
100-prozentiger Freiheit. Wir sind vollkommen präsent im Hier und
Jetzt. In dieser Liebe ist immer Frieden. In dieser Liebe liegt auch
die wahre Kreativität. In dieser Liebe ist immer Respekt; sie
respektiert selbst die einfachen Dinge wie eine kleine Blume oder
einen Sonnenstrahl.
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